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5,2 Millionen Defizit im Haushalt Hohenmölsen - Die erfolgreiche Wirtschaftspolitik zeigt auch in der „heimlichen Hauptstadt“ des Reviers ihre Erfolge


Hohenmölsen, eine Stadt, in der mit ihren Ortsteilen knapp 10.000 Einwohner leben, reiht sich nun in Sachen Haushaltsdefizit bei den anderen Städten des Burgenlandkreises, Zeitz und Weißenfels, ein.


Aber nicht nur das: Hohenmölsen soll auch eine saftige Kreisumlage an den Burgenlandkreis überweisen, da dieser ebenfalls tief in den Miesen steckt. Bürgermeister Andy Haugk verkündete bei der Stadtratssitzung am 19.02.2026, dass das Haushaltsloch eine Größe von mehreren Millionen Euro aufweist (siehe Video).

Den Ausführungen war zu entnehmen, dass Hohenmölsen schon immer auf Zuschüsse von außen angewiesen war. Diese fallen in diesem Jahr aufgrund gesetzlicher Vorgaben jedoch vollständig weg. Zudem ist die Gewerbesteuer eingebrochen – woran das wohl liegen mag?

Es stellt sich auch hier die Frage, wie Bürgermeister Andy Haugk im Kreistag des Burgenlandkreises am 2. März 2026 hinsichtlich des Landkreishaushalts abstimmen wird. Einerseits sollen Bürgermeister ja immer Schaden von der Stadt abwenden. Eine stark gestiegene Kreisumlage, während die Stadt selbst ein deutliches Minus verzeichnet, dürfte durchaus als Schaden zu betrachten sein. Andererseits: Wird es Andy Haugk, der auch Kreistagsvorsitzender ist, übers Herz bringen, dem Landrat Götz Ulrich (CDU) Haushaltsschwierigkeiten zu bereiten und ihn zu zwingen, den Landkreishaushalt zu überarbeiten? Wahrscheinlich nicht.

Über den Haushalt der Stadt Hohenmölsen sollen die Stadtratsmitglieder am 19. März 2026 entscheiden. Insofern die Kreisumlage im Kreistag verabschiedet wird, stünden die Stadtratsmitglieder dann vor ziemlich vollendeten Tatsachen. Es sei denn, sie fordern Oberbürgermeister Andy Haugk mehrheitlich auf, gegen die Kreisumlage zu klagen. In den vergangenen Jahren hatte eine Gemeinde im Burgenlandkreis schon einmal erfolgreich gegen die Kreisumlage geklagt.

Hier finden Interessierte die Dokumente zum Hohenmölsener Haushaltsentwurf 2026.

Sonderschulden - Sondervermögen

In der Stadtratssitzung wurde verkündet, dass die bereits angeschobenen Projekte weiterhin durchgeführt werden sollen. Außerdem soll das Sondervermögen des Bundes einiges retten. Zur Erinnerung: Dieses Sondervermögen, das letztlich aus Sonderschulden besteht, die die Bürgerinnen und Bürger der Republik über die eine oder andere Steuer zurückzahlen, wird gern als „Sondervermögen“ bezeichnet, weil dies positiver klingt. Wie zu erfahren ist, soll dieses Sondervermögen die Regionalpolitik dennoch handlungsfähig halten. Es wäre ja auch ziemlich unangenehm, wenn die Regionalpolitik mangels Finanzen den Rotstift an allen Ecken und Enden ansetzen müsste. Das könnte nicht nur Argwohn bei den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch bei den Politikern selbst hervorrufen. Das will man natürlich nicht – und so hat die Bundespolitik mit dem Sondervermögen die Regionalpolitik weiterhin auf ihrer Seite.

Fremdeln mit der Öffentlichkeit

Ein wenig fremdelt man in Hohenmölsen auch mit der Videoaufzeichnung solcher Stadtratssitzungen. Ich hatte die Sitzung, die um 18:30 Uhr begonnen hatte, brav um 17:06 Uhr per E-Mail angezeigt („Anmelden“ heißt in der Geschäftsordnung des Hohenmölsener Stadtrates „Anzeigen“). Doch das war dem Stadtratsvorsitzenden und dem Verwaltungsmitarbeiter zu spät. Man müsse zeitiger wissen, ob solche Aufzeichnungen stattfinden sollen – um irgendetwas zu räumen. Warum? Ich weiß es nicht. Es wurden 6 Stühle für die Öffentlichkeit bereitgestellt, 3 Bürger kamen. Eigentlich alles kein Problem.

Ich bitte den Ton zu entschuldigen. Eine Eigenheit des Stadtrates in Hohenmölsen ist – ähnlich wie in Weißenfels – dass Kameras möglichst weit von den Stadtratsmitgliedern entfernt stehen sollen. Allerdings befindet sich dann auch das Mikrofon weit weg. Der Holzfußboden knarzt, die Stühle sind nicht mit Filz ausgestattet und verursachen beim Verschieben Geräusche, Stadtratsmitglieder husten, der Raum hallt. Die Sprachverständlichkeit leidet dadurch. Für die Stadträte, die sich im Kreis unterhalten, mag das funktionieren – für die Öffentlichkeit eher nicht. Aber vielleicht ist das ja auch so gewollt.

Spenden für technische Aufrüstung

Ich überlege schon länger, einen Audiorecorder anzuschaffen, der in solchen Situationen in das Zentrum der Runde gestellt werden kann. Dieses Gerät wäre näher dran an den Tonquellen, den Mündern der Stadtratsmitglieder. Eine weitere Idee wäre eine 360-Grad-Kamera, die ebenfalls ins Zentrum des Geschehens gestellt werden könnte, sodass die Gesichter besser ins Bild gesetzt werden. Unten finden sich Möglichkeiten für freiwillige Zuwendungen. Auf dem Konto ist für ausreichend Platz gesorgt. Ich danke im Voraus!
Verfasser: Michael Thurm  |  20.02.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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