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Der große Eliten-Club: Wie die Sachsen-Anhalt-Regierung mit Steuergeld Einfluss kauft und Demokratie verspottet


Es ist fast schon zu schön, um wahr zu sein. Da postet die Landesregierung Sachsen-Anhalt auf Facebook einen schmalzigen Werbeclip: Fotos von strahlenden Politikergesichtern, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, Hände schütteln, lachen, als hätten sie gerade den Weltfrieden erfunden. Dazu der Text, der klingt, als wäre er von einem PR-Berater aus der Werbeagentur „Lobbying & Co.“ geschrieben worden. Titel: „Sachsen-Anhalt-Abend: Wo Einfluss entsteht.“



Lassen Sie uns diesen Propagandatext einmal sezieren – nicht mit Samthandschuhen, sondern mit dem Skalpell. Denn hier wird in Reinform gezeigt, wie unsere „Volksvertreter“ eigentlich ticken: als geschlossene Kaste, die sich selbst feiert, während das Land draußen zusieht.


„Wo Einfluss entsteht.“

Nicht „wo Politik für die Bürger gemacht wird“. Nicht „wo Lösungen für Arbeitslosigkeit, Abwanderung oder marode Schulen gefunden werden“. Nein: Einfluss. Das Wort riecht nach Hinterzimmer, nach Seilschaften, nach dem feinen Unterschied zwischen Demokratie und Oligarchie. Einfluss entsteht nicht durch Wahlen, nicht durch Petitionen, nicht durch harte Arbeit der Bürger. Er entsteht auf einer schicken Berliner Party in der James-Simon-Galerie. Bei 400 handverlesenen Gästen aus „Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft“. Übersetzt: Die, die sowieso schon alles haben, treffen sich, damit sie noch mehr bekommen.

„Ein Abend, der für Sachsen-Anhalt unbezahlbar ist.“

Unbezahlbar. Wirklich? Für wen? Für den Steuerzahler in Bitterfeld oder Stendal ganz sicher nicht. Der bezahlt nämlich. Mit der niedrigen Grundsicherung, seiner hohen Energie-Rechnung und seiner Angst vor der nächsten Strompreiserhöhung. Aber für die Herren Schulze und Haseloff und Merz ist das alles natürlich „unbezahlbar“ – weil sie selbst nichts bezahlen. Der Steuerzahler finanziert die Häppchen, den Champagner, die Anreise, die Security und die hübsche Location. Und am Ende steht im Protokoll: „Kontakte entstehen“. Wie romantisch.

„In Gesprächen und persönlichen Begegnungen entstehen Kontakte, werden Themen platziert.“

Hier wird die Sprache der Marketingabteilung benutzt, um Korruption salonfähig zu machen. „Themen platziert“ – das klingt, als würde man Werbung für Waschmittel schalten. Nur dass es hier um Milliardenaufträge, Subventionen, Gesetze und Posten geht. Persönliche Begegnungen. Handschlag. Augenzwinkern. Genau das, was die Bürger seit Jahren hassen: Politik als VIP-Club, in dem man sich gegenseitig die Bälle zuspielt, während man den Leuten draußen erzählt, man müsse „sparen“.

„Unerlässlich, damit Sachsen-Anhalt gehört wird, wenn im politischen Berlin Entscheidungen anstehen.“

Das ist der eigentliche Skandal-Satz. Übersetzt heißt er: Ohne diese feine Party in Berlin würde Sachsen-Anhalt in der Bundespolitik gar nicht vorkommen. Die eigene Landesregierung gibt also öffentlich zu: Wir sind so schwach, so einflusslos, so bedeutungslos, dass wir uns mit 400 Gästen und einem Kanzler-Merz-Foto prostituieren müssen, nur damit uns jemand zuhört. Was für ein Armutszeugnis! Und gleichzeitig die perfekte Entlarvung des Systems: Wer nicht mitfeiert, der zählt nicht. Wer nicht im Netzwerk ist, der hat verloren.

Und dann noch das „Besondere“ des Abends: Reiner Haseloff wird nach 15 Jahren Amtszeit „verabschiedet“. Mit einem Schulterklopfen vom neuen Kanzler. Sven Schulze, frisch gekrönt, darf endlich selbst Gastgeber spielen. Ein Wechsel im Eliten-Club. Die alten Herren gehen, die nächsten alten Herren kommen. Alles bleibt gleich. Nur der Steuerzahler bleibt draußen vor der Tür.

Der Video-Clip, der aus lauter Fotos besteht – strahlende Gesichter, perfekte Zähne, teure Anzüge –, ist das visuelle Geständnis. Kein Bürger, kein Pfleger, kein Handwerker, kein junger Mensch, der aus dem Land flüchtet. Nur die Kaste unter sich. Freudig begrüßen. Freudig abnicken. Freudig Einfluss „entstehen“ lassen.

Das ist keine Politik. Das ist eine geschlossene Gesellschaftsveranstaltung der Macht. Mit Steuergeld finanziert. Mit schönen Worten verpackt. Und mit einem Hashtag #moderndenken versehen, der so zynisch ist, dass es fast schon wehtut. Modernes Denken? Das ist 19. Jahrhundert in Reinkultur: Adel trifft sich, Volk schaut zu.

Während in Sachsen-Anhalt Dörfer sterben, Schulen verfallen, die Wirtschaft dahinsiecht und die Menschen das Gefühl haben, abgehängt zu sein, feiert die Regierung sich selbst in Berlin. Und postet dann noch stolz auf Facebook: „Schaut her, wie wichtig wir sind!“

Danke für die Ehrlichkeit. Einmal mehr wissen wir, wo euer „Einfluss“ wirklich entsteht: Nicht bei uns. Sondern bei euch. Unter euch. Gegen uns.

Sachsen-Anhalt-Abend: Wo Einfluss entsteht.
Berlin, James-Simon-Galerie. Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast 🤝, Ministerpräsident Sven Schulze als Gastgeber.
Ein Abend, der für Sachsen-Anhalt unbezahlbar ist. In Gesprächen und persönlichen Begegnungen entstehen Kontakte, werden Themen platziert. Unerlässlich, damit Sachsen-Anhalt gehört wird, wenn im politischen Berlin Entscheidungen anstehen. 🤝✨
Das Besondere an diesem Abend: Reiner Haseloff wurde nach 15 Jahren im Amt verabschiedet, Sven Schulze war als neuer Ministerpräsident erstmals Gastgeber. Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte die Amtszeit Haseloffs und betonte die Bedeutung des Abends für Austausch und Sichtbarkeit des Landes.
#SachsenAnhalt #Berlin #Politik #Netzwerk #moderndenken

Verfasser: АИИ  |  18.04.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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