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Kreistagsvorsitzender forciert AfD-Wahlsieg für sinkende Heizkosten in Hohenmölsen im BurgenlandkreisWenn man hin und wieder mal die Ohren spitzt, erfährt man so manche Erkenntnis, die die Lösung so einiger Probleme aufzeigt.
Zwergkaninchen: Du, Kumpel, das mit der Fernwärme in Hohenmölsen hat wohl doch ein paar größere Wellen geschlagen. Meerschweinchen: Wieso? Zwergkaninchen: Naja, da war ein Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung, weil da jemand im Stadtrat wohl etwas nachgehakt hatte. Das war bestimmt der von dieser Bürgerstimme, der sich immer mal auf solche Themen fokussiert. Und dann kommt auch die Mitteldeutsche Zeitung nicht drumherum, etwas zu schreiben. Einen Namen haben sie nicht genannt, aber sie haben einen Rentner gefunden, der sich darüber beschwert hat, dass sich bei ihm die Heizkosten seit 1993 mehr als verdreifacht haben, obwohl er gar nicht mehr sein ganzes Haus heizt. Der hatte mal umgerechnet 98 Euro im Monat bezahlt, und nun sind es 322 Euro. Meerschweinchen: Ja, der Bürgermeister ist ja schon dran und arbeitet auf den Wahlsieg der AfD hin. Zwergkaninchen: Wie jetzt? Das verstehe ich nicht. Meerschweinchen: Na, was hat denn der Bürgermeister Andy Haugk so von sich gegeben zum Thema Fernwärme? Zwergkaninchen: Der hat so einiges gesagt. Zum Beispiel, dass man zukünftig auf Gas setzen wird. Es soll neben einer Wärmepumpe ein Gaskraftwerk gebaut werden. Welches Gas das sein wird, hatte er nicht gesagt. Er hatte auch nicht gesagt, wie teuer zukünftig die Fernwärme in Hohenmölsen sein wird. In einem Konzept stand mal was von über 20 Cent pro kWh. Aber das ist dann wohl schon wieder hinfällig. Er lässt das einfach offen, als ob er keine Ahnung oder keinen Plan hätte. Meerschweinchen: Siehst du, da hast du es. Er forciert den Wahlsieg der AfD. Zwergkaninchen: Das verstehe ich nicht. Meerschweinchen: Der Bürgermeister, der ja auch Kreistagsvorsitzender ist, hat gesagt, dass mit Gas die fehlenden 75 Prozent der Heizwärme erzeugt werden müssen. Das kann am Ende nur russisches Gas sein. Und wer will russisches Gas wieder importieren? Die AfD! Zwergkaninchen: Nee, nee. Es kann ja auch Wasserstoff verwendet werden. Grüner Wasserstoff. Meerschweinchen: Du meinst den grünen Wasserstoff, den die MIBRAG nicht erzeugen will, weil sich die Investition in einen Elektrolyseur trotz 90 Millionen Förderung nicht rechnet. Der grüne Wasserstoff, der also wesentlich teurer ist als grauer Wasserstoff, der aus Erdgas erzeugt werden könnte, wobei Erdgas direkt zum Heizen nochmal billiger ist. Zwergkaninchen: Na dann müssen sich die Hohenmölsener eben noch ein paar Windräder hinstellen. Das kann doch nicht so schwer sein. Meerschweinchen: Schwer sicherlich nicht. Aber teuer. Zwergkaninchen: Wieso? Meerschweinchen: Lass uns das mal kurz durchrechnen. Laut dem Konzept, das der Bürgermeister vorgestellt hat, braucht es ungefähr 75.000 MWh an Wärme aus Gas. Der Wasserstoff soll direkt verbrannt werden. Das ergibt insgesamt einen Wirkungsgrad von ungefähr 60 Prozent. Das heißt, dass nicht 75.000 MWh an Strom erzeugt werden müssen, sondern eher etwa 135.000 MWh. Und dafür braucht es dann wohl mindestens 20 Windkraftanlagen. So eine Windkraftanlage kostet schnell mal 6 bis 8 Millionen Euro. Da ja sowieso alles teurer wird, gehen wir mal von 8 Millionen aus. Um einen Puffer und genug Reserven zu haben, sagen wir also 25 Windräder mal 8 Millionen Euro, das macht 200 Millionen nur für die Windräder. Dazu kommen noch die Pacht für das Land und die Wartung. Außerdem werden Windräder üblicherweise alle 25 Jahre ersetzt. Also alle 25 Jahre wieder 200 Millionen Euro oder mehr, weil ja alles teurer wird. Zwergkaninchen: Oh, das ist ja gar nicht mal so günstig bei 15.000 Menschen, die ihre Bude warm haben sollen. Meerschweinchen: Die Windräder sind nur der kleinere Teil des Systems. Der Elektrolyseur kostet schätzungsweise auch nochmal 60 Millionen Euro, und dann muss der Wasserstoff ja auch noch gespeichert werden. Dieses System könnte durchaus auch nochmal 100 Millionen Euro kosten. Also zusammen 300 Millionen Euro, zusätzlich zu den etwa 60 Millionen für die Wärmepumpe und das Heizkraftwerk, die bisher angesetzt sind. Zusammen also Pi mal Daumen mal Kohlrabi 360 Millionen Euro. Zwergkaninchen: Okay, ein Schnäppchen ist das nicht. Dann nehmen wir eben Biogas. Meerschweinchen: Gute Idee! Ich hatte darüber mal mit meinem Kumpel, dem Feldhamster, gesprochen. Seine Familie ist ja in der Landwirtschaft sehr verbreitet. Der ist davon gar nicht begeistert, weil für Biogas sehr oft Mais angebaut wird. Ständig nur Mais – darauf hat seine Familie gar keine Lust. Das ist so monokulturell und anti-abwechslungsreich, was die Ernährung betrifft. Zwergkaninchen: Aber es können doch auch andere Pflanzen verwendet werden. Meerschweinchen: Stimmt, aber die haben weniger Ertrag pro Fläche. Doch lass uns das mal grob durchrechnen. Um die Menge Biogas zu haben, braucht es genug Pflanzen und auch etwas Gülle, also auch Tiere, die gefüttert werden müssen. Dafür braucht es bei der Energiemenge ungefähr 2.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Das ist ungefähr die Hälfte der Fläche rund um Hohenmölsen. Dazu braucht es schätzungsweise fünf Biogasanlagen. Insgesamt könnte das so 40 Millionen Euro kosten. Dazu dann der jährliche Einkauf der Pflanzen und die Betriebskosten von schätzungsweise 7 Millionen Euro. Das hat mir zumindest der Feldhamster so gesagt, nachdem er das mit seiner Familie mal durchkalkuliert hatte. Zwergkaninchen: Na dann wird es Biogas. Biogas macht alles günstiger. Meerschweinchen: Isst du gern Salat, Möhren und anderes Grünzeug? Zwergkaninchen: Ja, klar! Das ist lecker! Meerschweinchen: Dann wirst du auf Diät gesetzt werden müssen. Denn die Hälfte der landwirtschaftlichen Erträge allein für Biogas bedeutet auch für dich: Friss die Hälfte! Zwergkaninchen: Also müssen sich die Hohenmölsener entscheiden, ob sie weniger heizen und dafür weniger essen wollen? Meerschweinchen: Gar nichts mehr essen wird wohl die Konsequenz sein. Denn wenn Städte wie Leipzig auch auf Biogas umstellen, bleibt für Futter für die Zweibeiner nicht mehr viel Fläche übrig. Zwergkaninchen: Ach, und deswegen setzt der Bürgermeister Andy Haugk auf einen Wahlsieg der AfD. Aber der Bürgermeister ist doch der beste Kumpel vom Landrat Götz Ulrich. Und Götz Ulrich ist in der CDU. Ist der Bürgermeister nicht auch in der CDU? Meerschweinchen: Nein, Andy Haugk ist clever. Er ist parteilos und hat sich den besten Platz gesichert, um einen Wahlsieg der AfD zu forcieren, damit er nicht irgendwann aus dem Bürgermeisteramt gejagt wird, weil die Kosten für die Fernwärme unbezahlbar werden. Zwergkaninchen: Du meinst als Kreistagsvorsitzender? Aber in dieser Position würgt er doch immer wieder kritische Fragen der Bürger ab. Er unterstützt doch den Landrat dadurch. Meerschweinchen: Bist du dir da sicher? Hast du nicht das erste Handbuch der Psychopathie gelesen? Zwergkaninchen: Ich habe es verschlungen. Das waren richtig viele Ballaststoffe. Aber ich verstehe, was du meinst. Dadurch, dass er den Landrat vordergründig unterstützt, sich undemokratisch zu verhalten und Dinge gegen die Bürger durchzusetzen … Meerschweinchen: … bewirkt er genau das Gegenteil, weil die Menschen das sehen und sich sagen: CDU wähle ich nicht mehr. Zwergkaninchen: Ja, der Bürgermeister Andy Haugk ist wirklich clever. Aber im Artikel der Mitteldeutschen Zeitung hatte der Rentner noch gesagt, dass das CO₂ reduziert werden muss wegen des Klimaschutzes. Meerschweinchen: Ja, das nennt man heutzutage Long-Tagesschau. Zwergkaninchen: Long-Tagesschau? Was ist das? Meerschweinchen: Das sind die Langzeitfolgen, wenn ständig in der Tagesschau etwas erzählt wird wie das mit dem CO₂ und dem Klimawandel. Es wird ja nicht erzählt, wie gering die Menge an CO₂ in der Atmosphäre ist und wie viel geringer die Menge des CO₂ ist, die der Mensch verursacht. Und gar nicht wird erklärt, wie verschwindend gering die Menge CO₂ ist, die Deutschland produziert. Zwergkaninchen: Das ist wohl gar nicht so viel? Meerschweinchen: 0,2 ppm CO₂ stammen aus Deutschland! Zwergkaninchen: Das ist doch viel, oder? Meerschweinchen: Das sind 0,00002 Prozent. Ist das viel? Sind 0,00002 Prozent eines Salatblattes viel? Zwergkaninchen: Nicht wirklich! Und deswegen wollen die in Hohenmölsen 360 Millionen Euro in Wasserstoff investieren oder 100 Millionen in Biogas und dafür nur noch die Hälfte essen? Das ist doch verrückt, oder? Meerschweinchen: Die Zweibeiner sind sehr oft irrational. Und ganz vorn dabei sind die deutschen Zweibeiner. Zwergkaninchen: Okay, und wenn der Bürgermeister sein Ziel erreicht hat, dass die AfD die Wahl gewinnt, was passiert dann? Meerschweinchen: Die AfD will die Kohleverstromung auch über das Jahr 2038 hinaus fortführen, und sie wollen Frieden mit Russland, damit wieder russisches Gas günstig importiert werden kann. Zwergkaninchen: Und das heißt, dass dann günstiges russisches Gas zum Heizen verwendet werden kann? Meerschweinchen: Auf jeden Fall heißt das, dass erstmal gar nichts investiert werden müsste, denn die Braunkohle könnte weiterhin genutzt werden. Und die AfD will ja auch die CO₂-Steuern und Abgaben sowie andere Steuern für diese Energiewende abschaffen. Denn, so hast du es ja in der Mitteldeutschen Zeitung lesen können, machen schon jetzt gut 30 Prozent der Heizkosten diese CO₂-Abgaben aus. Die Preise könnten also 30 Prozent niedriger sein, aber das wollen die CDU, die SPD, die Grünen, die FDP und die Linken nicht. Zwergkaninchen: Na, dann schauen wir mal, ob die Strategie des Bürgermeisters aufgeht. Meerschweinchen: Isst du noch deine Möhre? Zwergkaninchen: Friss die Hälfte! Die andere Hälfte fresse ich. Verfasser: Maximus Heurekus | 26.04.2026 |
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