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Genial! Ein weiteres Jahrhundertwerk der Landesregierung: Das „Jugendpolitische Programm“ - einfach nur brillant!


Am 26. Mai 2026 hat unsere überaus weitsichtige Landesregierung in einem Akt höchster staatsmännischer Weisheit das neue, aktualisierte Jugendpolitische Programm verabschiedet.



Und was soll man sagen? Chapeau! Ein wahres Meisterwerk der Politik. Endlich mal ein verbindlicher Auftrag – so steht es zumindest in der Pressemitteilung. Wie erfrischend! Wie mutig! Wie… papierstark.

Man merkt sofort: Hier sind echte Visionäre am Werk gewesen. Das Faltblatt liest sich wie ein Gedicht aus dem Ministerium für Schöne Worte. „Wir haben verstanden.“ „Wir unterstützen.“ „Wir arbeiten daran.“ Einfach nur perfekt. Endlich mal keine leeren Versprechen, sondern… naja… sehr schön formulierte leere Versprechen. Der BlaBla-Faktor erreicht hier olympische Dimensionen. Goldmedaille!

Und wer noch mehr wissen will, findet auf der Website des Ministeriums unter Jugendpolitisches Programm Sachsen-Anhalt – kurz erklärt sogar zwei Videos, die vor fünf Jahren auf YouTube veröffentlicht wurden. Das eine hat sage und schreibe 278 Aufrufe. Und das andere Video, in dem sich die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Petra Grimm-Benne, den Fragen stellt, wurde bereits dreimal angeklickt. Ja, genau: drei! Wie könnte man den Erfolg einer Kampagne besser zum Ausdruck bringen?

Und dann die Website www.jugendpolitik.sachsen-anhalt.de. Ein Traum! Also wirklich! Denn die ist nicht erreichbar. „Fehler: Gesicherte Verbindung fehlgeschlagen. Die Website kann nicht angezeigt werden, da die Authentizität der erhaltenen Daten nicht verifiziert werden konnte.“ Kompetenz in Höchstform.

Was für eine grandiose Unterstützung!

Besonders herausragend ist die tiefe Verbundenheit der Regierung mit den Jugendclubs, Vereinen, Musikschulen und Freiwilligen Feuerwehren. „Besonders wichtig“, heißt es da. Wie einfühlsam! Wie wertschätzend! Während viele Städte und Landkreise mit riesigen Haushaltslöchern ringen und die Kommunalaufsicht ihnen gnadenlos Sparauflagen verpasst, gerade bei diesen „freiwilligen“ Aufgaben, da kommt die Landesregierung und erklärt das Ganze zum verbindlichen Staatsziel.

Genialer Move. Die Kommunen sollen also weiter sparen, kürzen, schließen und streichen – aber jetzt mit einem richtig guten Gefühl, weil irgendwo in Magdeburg ein schickes Faltblatt existiert, das sagt, wie wichtig das alles ist. Respekt. Das ist echte Entlastung vor Ort.

Dialog, Beteiligung, Inklusion – einfach nur Weltklasse!

Die Pressemitteilung lobt die „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als Wesenskern unserer Demokratie“. In der Realität bedeutet das oft: Jugendliche dürfen mitreden, die Regierung entscheidet trotzdem nach eigenen Prioritäten und verweist später auf das „Programm“. Wie fortschrittlich! Wie partizipativ!

Währenddessen dürfen die Kommunen schauen, wie sie das alles mit leeren Kassen und Sparzwang hinbekommen. Aber hey: Die Regierung hat zugehört. Das ist ja bekanntlich fast so gut wie Geld geben. Besser sogar. Denn Geld wäre ja nur profan. Hier geht’s um höhere Werte. Um Strategien. Um Querschnittsthemen. Um Buzzwords wie Chancengerechtigkeit, Geschlechtervielfalt und Radikalisierungsprävention. Köstlich.

Ein verbindlicher Auftrag – wer braucht schon Geld?

Das Allerbeste: Es ist verbindlich. Ein richtig verbindlicher, ressortübergreifender, strategischer Rahmen. Man spürt förmlich die Verbindlichkeit, wenn die Jugendclubs um 18 Uhr schließen müssen, weil das Geld fehlt. Man riecht sie geradezu, diese Verbindlichkeit, wenn wieder ein Verein die Jugendarbeit einstellt.

Hut ab. Das ist Politik auf höchstem Niveau. Statt peinlicher Dinge wie ausreichender Finanzierung, weniger Bürokratie oder echten Perspektiven vor Ort gibt’s etwas viel Wertvolleres: Ein neues Papier. Ein weiteres Strategiepapier. Noch mehr Dialog. Die Jugend von Sachsen-Anhalt kann sich glücklich schätzen.

Fazit – einfach nur vorbildlich

Liebe Landesregierung, weiter so! Bleibt genau so mutig, so visionär und so herrlich realitätsfern. Die jungen Menschen wandern zwar ab, die Vereine bluten aus und die Kommunen ertrinken in Sparzwängen – aber dafür haben wir jetzt einen verbindlichen Auftrag in Hochglanz.

Das ist keine Politik. Das ist Kunst.
Die Kunst, mit maximalem Aufwand minimal zu liefern und das auch noch als großen Erfolg zu verkaufen.

Bravo. Stehende Ovationen.
Die Jugend hat genau das verdient, was sie bekommt: Noch mehr schöne Worte.

Und immer schön den Hashtag beachten: #moderndenken. Oder müsste es #modernddenken heißen?
Verfasser: АИИ  |  26.05.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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