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Der verwirrte Professor: Warum SPD-Willingmanns Facebook-Clip eine Ohrfeige für den ländlichen Raum ist


Ein politisches Wunder in Sachsen-Anhalt: Wie die SPD plötzlich die Krankenhäuser im ländlichen Raum retten will.



Chapeau, Herr Professor Armin Willingmann! Was für ein fulminanter, herzerwärmender Facebook-Auftritt des von vielen geliebten SPD-Wissenschaftsministers und Spitzenkandidaten. Man möchte fast ein Tränchen verdrücken, wenn man sieht, wie tief besorgt sich der Mann im ländlichen Raum um die Gesundheitsversorgung der Bürger kümmert. Großartig, mit welcher Scharfsinnigkeit er im Juli 2026, 8 Wochen vor der Landtagswahl feststellt, dass Krankenhäuser im ländlichen Raum eine feine Sache sind. Geburtsstationen? Chirurgie? Ja, Mensch, das wäre doch was!


Und die Lösung, die er präsentiert, ist an Genialität kaum zu überbieten: Die Rekommunalisierung! Also die Rückführung privatisierter Kliniken in die Hand der Landkreise und Städte darf „kein Tabu sein“. Wow. Was für ein revolutionärer Mut! Was für eine weitsichtige Politik!

Die Architekten der Misere mimen die Retter

Man muss diese Chuzpe einfach bewundern. Da braucht es schon eine gehörige Portion politischer Amnesie, um zu vergessen, wer den Karren in den letzten drei Jahrzehnten eigenhändig an die Wand gefahren hat. Wer hat denn den unbarmherzigen Privatisierungsdruck im Gesundheitswesen miterfunden, getragen und bis aufs Messer verteidigt? Es waren die Großen Koalitionen im Bund und die wechselnden Regierungsbündnisse in Magdeburg – und zwar unter maßgeblicher Beteiligung der SPD.

Das Mantra der Effizienz: Über Jahrzehnte hinweg galt in der deutschen Politik das Dogma: „Privat vor Staat“. Fallpauschalen (DRGs) wurden eingeführt, um Krankenhäuser wie Fabriken zu trimmen. Wer hat damals alle Warnungen von Ärzten, Pflegekräften und Kritikern ignoriert, die genau dieses Sterben der ländlichen Kliniken prophezeit haben? Richtig, die etablierte Politik.

Das Schweigen im Landtag: Wo war eigentlich der laute, flammende Protest der sachsen-anhaltischen SPD, als in den letzten Jahrzehnten eine Klinik nach der anderen an private Konzerne verscherbelt wurde, weil das angeblich „wirtschaftlicher“ sei? Man hat weggesehen, abgenickt und mitregiert.

Und heute? Heute setzt sich der SPD-Spitzenkandidat in einem schicken Social-Media-Clip hin und tut so, als sei die Privatisierungswelle eine Naturkatastrophe gewesen, die völlig überraschend über das Land brach – und nicht das direkte Resultat der eigenen Politik.

Der geniale Trick: Schiebt den Bankrott einfach den Landkreisen zu!

Aber das dicke Ende kommt erst noch. Es ist ja wunderbar, dass Willingmann den Kommunen großzügig „erlaubt“, die maroden, von privaten Konzernen ausgelutschten Kliniken wieder zurückzukaufen. Ein wahrhaft staatstragendes Geschenk!

Blöd nur, dass dieselbe Bundes- und Landespolitik dafür gesorgt hat, dass die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt finanziell so nackt dastehen wie noch nie. Die Kassen der Kommunen sind chronisch leer, die Haushalte stehen tief in den roten Zahlen – auch das ein Verdienst jahrelanger verfehlter Finanz- und Förderpolitik des Landes.

Das Prinzip ist so perfide wie genial:

Erst entzieht man den Landkreisen finanziell die Luft zum Atmen. Dann fordert man sie medienwirksam dazu auf, millionenschwere, defizitäre Krankenhäuser zurückzukaufen. Und wenn die Kommunen das logischerweise nicht stemmen können und die Klinik am Ende doch schließt? Na, dann schiebt man die Schuld einfach auf die unfähigen Landräte vor Ort! SPD-Willingmann hat ja schließlich im Video gesagt, es sei „kein Tabu“.

Heuchelei in Dauerschleife

Es ist ein Trauerspiel in wenigen Sekunden Videolaufzeit. Diejenigen, die die Probleme verursacht haben, verkaufen sich jetzt als die Denker und Retter, mit den bahnbrechenden Ideen. Diese Form von politischer Heuchelei ist im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts im Jahr 2026 kaum noch zu ertragen.

Danke für diesen Clip, Herr Willingmann. Er zeigt uns eines ganz deutlich: Für ein schnelles Versprechen im Wahlkampf ist der SPD kein Problem zu groß, das sie nicht vorher selbst mitverursacht hat. Dafür steht die SPD!


Verfasser: АИИ  |  10.07.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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