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Das Schweigegeld muss beträchtlich gewesen sein


Am 23. Juli 2024 wurden die RKI-Protokolle durch einen Leak ungeschwärzt veröffentlicht. Große Medien halten die Füße still, schweigen weitestgehend oder spielen es herunter.



Der Pöb… ähm… Bürger soll dumm gehalten werden, könnte man oberflächlich meinen. Das wäre schlimm genug, aber nur oberflächlich. Viele Medien sind offensichtlich in einer großen Zwickmühle. Die Veröffentlichung der ungeschwärzten RKI-Protokolle mit und durch Aya Velázquez und Bastian Barucker wird verschwiegen, heruntergespielt oder hinter der Bezahlschranke versteckt.



Während der Pandemiejahre hatten viele Medien staatliche „Unterstützung“ in nicht unbeträchtlicher Höhe bekommen. Sie füllten viel Platz mit ganzseitigen Anzeigen, unter anderem über die „Impfungen“ und wie toll diese schützen. Finanziert wurde dies letztendlich vom Steuerzahler, denn bezahlt wurden diese Anzeigen von den jeweiligen Ministerien.

Maßnahmen-Kritiker wurden teilweise massiv diffamiert und pauschal in die rechte Ecke gestellt. Kritische Meinungen über die Maßnahmen, dass diese im Endeffekt schädlich sind und auch dass die „Impfstoffe“ nicht ausgetestet waren und Nebenwirkungen haben, wurden als Verschwörungstheorie von Aluhut-Trägern abgetan. Dass die Entscheidungen der Politik nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen basierten – alles Schwurbelei von diesen Querdenkern.

Und nun zeigt sich einmal mehr, dass diese Querverschwörungsverschwurbelungstheoriedenker Recht hatten. Die RKI-Protokolle zeigen, dass es politische Entscheidungen waren. Mit etwas Recherche hätte das den Medien auch auffallen und in den Sinn kommen können, respektive müssen. Aber wie heißt es so schön: Beiße nicht die Hand, die dich füttert.

Wie sollte man als Medium reagieren, wenn einem die nackte Wahrheit mit dem Gesäß ins Gesicht springt? Das dänische Ekstra Bladet hatte sich bereits im Januar 2022 bei seinen Lesern entschuldigt. Spiegel, Tagesschau, Mitteldeutsche Zeitung? Wie sieht es aus? Oder war das Schweigegeld so üppig?

Oder ist es so schwierig, den eigenen Lesern zu erklären, dass man die Desinformationen der Politik unreflektiert und ohne zu hinterfragen weitergegeben hat? Hat man Angst vor den Reaktionen jener, die plötzlich feststellen, dass sie den Journalisten dieser Medien nicht mehr glauben, diesen nicht mehr vertrauen können? Könnte dies dazu führen, dass einige oder viele ihr Abo kündigen? Oder fließt weiterhin Schweigegeld? Oder wird neues Schweigegeld in Aussicht gestellt?

Man könnte meinen, dass die Medien die Frage stellen sollten, inwieweit der Politik noch vertraut werden kann, wenn diese bewiesenermaßen die gesamte Republik belogen, betrogen und drangsaliert hat. Aber auch das passiert irgendwie bei vielen Medien nicht. Wie steht es mit der Unabhängigkeit des Journalismus?

Man könnte meinen, dass auch bei vielen anderen Themen (u. a. Klima, Ukraine-Krieg) hinterfragt werden sollte, was denn da des Pudels Kern bzw. die Wahrheit ist und ob man als Medium auch dort von der Politik belogen wird. Wenn ich Journalist wäre, würde ich das tun. ;-)

Wenn man heute, jetzt (25.07.2024, 13:30 Uhr), in das Suchfeld bei mz.de „RKI“ eingibt, erhält man als letzte Nachricht vom 18.07.2024 einen Artikel, dass die Atemwegserkrankungen gesunken sind, die Zahl der Corona-Infektionen laut RKI allerdings weiterhin leicht steigt. Hinsichtlich der RKI-Protokolle wird ein Artikel vom 29.03.2024 angezeigt, wonach Lauterbach Transparenz bei den RKI-Protokollen zusagt, was er aber auch Monate später nicht tat.
Einen Artikel, dass die RKI-Protokolle ungeschwärzt veröffentlicht wurden, eine Nachricht darüber findet sich nicht.

Gibt man bei spiegel.de heute „RKI“ im Suchfeld ein, wird ein Artikel mit der Überschrift „Worum es in der Diskussion über die »Pandemie der Ungeimpften« geht“ angezeigt, der hinter einer Bezahlschranke versteckt wird. Spannend ist, dass in der Auflistung auch ein Artikel vom 11.07.2024 mit der Überschrift „RKI verzeichnet ungewöhnlich hohe Erkältungszahlen“ zu finden ist. Vom 18.07.2024 wird ein Artikel mit der Überschrift „Stehen wir vor einer neuen Coronawelle?“ und dem Teaser-Text „Das Robert Koch-Institut bestätigt, was viele in ihrem Umfeld erleben: Ausgerechnet in der Sommerzeit häufen sich die Erkältungsfälle.“ angezeigt.

Es scheint, als solle versucht werden, das Corona-Thema weiter am Laufen zu halten. Ob die Politik da schon etwas Neues plant, um wieder politische Entscheidungen hinsichtlich Maßnahmen zu treffen? Ich frage für freundliche Leser.


Verfasser: Michael Thurm  |  25.07.2024
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