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Naumburger Weihnachtsmarkt ist nicht mehr das, was er mal war!


Früher, da bist du mit der ganzen Familie auf den Naumburger Weihnachtsmarkt, Papa hat die Kalaschnikow lässig über der Schulter, Mama das Jagdmesser im Stiefelschaft, die Kinder mit ihren kleinen Glock-Pistölchen im Kinderwagen – und keiner hat sich aufgeregt. Das war doch so, oder? Das war doch völlig normal, oder etwa nicht?



Wisst ihr noch, wie der Opa immer stolz sein originales MG42 aus dem Keller geholt hat, „für die Sicherheit der Enkel“? Und dann stand er da vor der Zuckerwattebude, Garbe in die Luft, und alle haben applaudiert, weil das eben der traditionelle Eröffnungssalut war. Das war doch so, oder? Das hatte doch jeder, oder?

Wisst ihr noch, wie die Jugend mit dem Roller durch die Gänge geheizt ist, links das Springmesser, rechts der Joint, und wenn sie jemanden angerempelt haben, gab’s höchstens ein „Pass doch uff, du Knallerbsche!“ – und dann weiter. Das war doch normal, oder? Das war doch gesundes Volksbrauchtum, oder etwa nicht?

Wisst ihr noch, wie man sich abends am Feuerkorb getroffen hat, jeder sein Sturmgewehr aufgepflanzt wie einen Christbaumständer, und dann wurde gemeinsam ein bisschen Hanf angezündet, weil Kälte ja auch von innen kommt? Und die Blaskapelle hat „O Tannenbaum“ gespielt, während die Leuchtspurgeschosse hübsch den Himmel bemalt haben. Das war doch so, oder? Das war doch die echte Weihnachtsstimmung, oder?

Wisst ihr noch, wie der Weihnachtsmann mit dem Hubschrauber ankam? Nicht mit Schlitten – Hubschrauber! Tür auf, raus mit der MP5, „Ho-ho-ho, wer war artig und wer kriegt ’ne Ladung?“ Und alle Kinder haben vor Freude geschrien. Das war doch so, oder? Das war doch schön, oder?

Wisst ihr noch, wie man sich gegenseitig die neuen Messer gezeigt hat? „Guck mal, mein Neuer, 28 cm, Damast, macht saubere Arbeit beim Stollen.“ Und der Nachbar hat genickt und seines gezogen, und dann wurde ein bisschen verglichen und gefachsimpelt. Das war doch normal, oder? Das war doch Männersache, oder?

Und jetzt? Jetzt hängt da dieses Schild. Dieses kleine, rote Schild.



Vier Verbote. VIER!

Jagdmesser? Verboten! Dabei war das früher das offizielle Besteck! Man schnitt sich damit nicht nur die Bratwurst, man öffnete damit auch die Geschenke, die Briefumschläge mit Omas Weihnachtsgeld und im Notfall die Bauchdecke des Nebenmannes, wenn der einem den letzten Platz am Feuer wegnehmen wollte. Tradition eben!

Fahrrad, Roller, Skateboard? Verboten! Früher waren das die offiziellen Fluchtfahrzeuge, wenn die Polizei mal wieder „Ruhe“ wollte. Mit 180 km/h durch die Menschenmenge, Kalaschnikow im Anschlag, Kind auf dem Lenker – das war Erziehung zur Verkehrstüchtigkeit!

Hanf? Verboten! Als ob nicht genau dieser Duft früher die eigentliche Weihnachtsnote war! Glühwein? Zweitklassig. Gebrannte Mandeln? Für Anfänger. Der echte Kenner sog den heiligen Rauch des Naumburger Super-Skunk ein und sah dann tatsächlich den Jesusknaben persönlich über den Markt fliegen (meistens mit Fallschirm und MP5 unterm Arm).

Maschinengewehre und Schnellfeuerpistolen? Verboten! Ich wiederhole: Verboten!! Das ist, als würde man in München verbieten, dass man auf dem Oktoberfest mit der Maß anstoßen darf. Das ist Kulturraub! Stimmt's?

Ich sage euch: Wenn das so weitergeht, wird nächstes Jahr vermutlich auch das Rülpsen verboten, weil es „andere Gäste belästigen“ könnte. Dann das Lachen. Dann das Atmen.

Der Naumburger Weihnachtsmarkt ist einfach nicht mehr das, was er mal war, oder?

Gestandene Männer stehen nun vor dem Eingang zum Weinachts-Markt und weinen bitterlich, weil sie die Welt nicht mehr verstehen. Sie müssen nun draußen bleiben oder ihre Waffen an die Ordnungskräfte übergeben. Echte Weihnachtsstimmung wie früher kommt so nicht auf, stimmt's?

Polemik: Off!

Hand auf's Herz: Glaubt man in der Stadtverwaltung wirklich, dass solche Schilder auf Deutsch tatsächlich diejenigen, die Terror verbreiten wollen, dazu bewegen, umzudrehen? Machen die dann kehrt, weil sie befürchten ein Bußgeld auferlegt zu bekommen?
Verfasser: АИИ  |  01.12.2025
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