Deutsch English Français Español Türkçe Polski Русский Română Українська العربية
Wise

Umweltschutz? Nur solange jemand anders zahlt! Sachsen-Anhalt und der Freistaat Thüringen verweigern Müllberäumung ihres Grundstückes im Burgenlandkreis


Wenn es um Umwelt- und Klimaschutz geht, kennen Länderregierungen sonst keine Zurückhaltung. Große Worte, große Ziele, große Verantwortung. Doch wehe, die Rechnung landet auf dem eigenen Tisch. Dann wird aus der moralischen Pflicht plötzlich eine „juristische Fragestellung“ – und aus dem Umweltschutz ein Rechenexempel.


Das Altreifenlager in Borau, das Landrat Götz Ulrich (CDU) während der Kreistagssitzung am 8.12.2025 (siehe Video) zum Thema machte, ist dafür ein Paradebeispiel. Jahrelang ein illegaler Müllberg, jahrelang weggeschaut, jahrelang „unklare Eigentumsverhältnisse“. Und kaum ist dieses Problem endlich gelöst – das Grundstück fällt per Erbfall an den Fiskus, konkret an das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen – passiert etwas Erstaunliches: Die Verantwortung ist plötzlich wieder weg.

Denn kaum werden die Länder offiziell Eigentümer, kommt der Einwand wie aus dem Lehrbuch der politischen Bequemlichkeit: Die Kosten der Beräumung übersteigen den Grundstückswert – also bitte keine Verpflichtung zur Beräumung.

Mit anderen Worten:
Müll ist nur dann ein Problem, wenn ihn jemand anderes entsorgen muss.

Was hier offen zutage tritt, ist nichts anderes als staatlich legitimierte Verantwortungslosigkeit. Dieselben Länder, die Kommunen, Bürgern und Unternehmen unermüdlich erklären, dass Umweltschutz alternativlos sei, argumentieren plötzlich wie windige Immobilienhaie: Lohnt sich nicht. Zu teuer. Kein Geschäft.

Der ökologische Schaden? Zweitrangig.
Die Signalwirkung? Verheerend.
Die Glaubwürdigkeit? Nicht mehr messbar.

Und während sich Sachsen-Anhalt und Thüringen hinter Kosten-Nutzen-Rechnungen verschanzen, zeigt sich die Kreisverwaltung des Burgenlandkreises zunächst auffallend zahnlos. Man „prüft juristisch“, man „wird entscheiden“, man „unterrichtet über den Fortgang“. Das klingt nach Verwaltung – nicht nach Durchsetzung. Nach Abwarten – nicht nach Handeln.

Dabei geht es auch anders. Das beweist der Fall Schelkau eindrucksvoll. Dort wurde nicht diskutiert, dort wurde gehandelt. Rechtskräftige Beräumungsanordnung, Ersatzvornahme, Fachfirma, zwei Wochen – Müll weg. Und siehe da: Plötzlich ist Durchsetzungsvermögen vorhanden. Plötzlich werden Kosten konsequent dem Verursacher auferlegt. Plötzlich funktioniert Umweltrecht so, wie es gedacht ist.

Warum also hier volle Härte – und dort höfliches Zögern?

Die bittere Antwort lautet: Weil es in Borau nicht irgendeinen Grundstückseigentümer trifft, sondern die Länder selbst. Und offenbar gelten Umweltstandards nur solange, wie man sie anderen aufzwingen kann.

Das ist die eigentliche Bankrotterklärung. Nicht der Müll. Sondern die Haltung dahinter.

Denn wer als Staat argumentiert, dass sich Umweltschutz wirtschaftlich nicht rechne, hat jedes moralische Recht verloren, ihn von anderen einzufordern. Und wer sich als Eigentümer aus der Verantwortung stiehlt, während Bürger für jeden falsch entsorgten Sack belangt werden, zerstört Vertrauen – nachhaltig.

Borau zeigt deshalb nicht nur ein Müllproblem.
Borau zeigt ein Haltungsproblem.

Verfasser: АИИ  |  28.12.2025  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
Jeden Tag neue Angebote bis zu 70 Prozent reduziert

Weitere Artikel
Ist das IKIG bereits beschlossene Sache? Bürgerdialog ohne echte Beteiligung?

Ist das IKIG bereits beschlossene Sache? Bürgerdialog ohne echte Beteiligung?

Am 21. Oktober 2024 berichtete Landrat Götz Ulrich dem Kreistag über den aktuellen Stand des geplanten Interkommunalen Industriegebiets (I…
zum Artikel »
Daniel Roi (AfD) warnt vor Linksextremismus - Bundesgelder fließen in linke Strukturen

Daniel Roi (AfD) warnt vor Linksextremismus - Bundesgelder fließen in linke Strukturen

Beim Bürgerdialog in Hohenmölsen am 13. Februar 2026 sprach Daniel Roi (AfD) über Sabotageakte an der Infrastruktur und die Verwendung st…
zum Artikel »
Der Osten rockt! - Über 10.000 Menschen beim Brückenleuchten bei Droyßig und dem Kreuz Rippachtal - Live-Besuch von Björn Banane

Der Osten rockt! - Über 10.000 Menschen beim Brückenleuchten bei Droyßig und dem Kreuz Rippachtal - Live-Besuch von Björn Banane

Björn Banane besucht Brückendemos in Droyßig und am Kreuz Rippachtal, wo engagierte Bürger für Frieden, Freiheit und politischen Wandel…
zum Artikel »
EIN »PANDEMIEPLAN« FÜR RUSSISCHE DROHNENANGRIFFE

EIN »PANDEMIEPLAN« FÜR RUSSISCHE DROHNENANGRIFFE

Der neueste Schrei im polit-medialen Propaganda-Getöse ist die Warnung vor russischen Drohnenangriffen.…
zum Artikel »
Grussworte aus Russland - Außenamtssprecherin Sacharowa zum 3. Oktober 2025, Tag der deutschen Wiedervereinigung

Grussworte aus Russland - Außenamtssprecherin Sacharowa zum 3. Oktober 2025, Tag der deutschen Wiedervereinigung

Russlands Außenamtssprecherin Sacharowa zieht zum 3. Oktober 2025 eine bittere Bilanz der deutschen Wiedervereinigung und wirft dem vereint…
zum Artikel »
3. Weltkrieg wird vorbereitet! Stoppt den Wahnsinn gemeinsam!

3. Weltkrieg wird vorbereitet! Stoppt den Wahnsinn gemeinsam!

Stoppt den Krieg! Schafft Frieden! Aufruf an die Bürger! …
zum Artikel »
Lotto
der offizielle Kanal der Bürgerstimme auf Telegram   der offizielle Kanal der Bürgerstimme auf YouTube   Bürgerstimme auf Facebook
Unterstützen Sie das Betreiben dieser WebSite mit freiwilligen Zuwendungen:
via PayPal: https://www.paypal.me/evovi/12

oder per Überweisung
IBAN: IE55SUMU99036510275719
BIC: SUMUIE22XXX
Konto-Inhaber: Michael Thurm