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Die große Angst vor dem Welteruntergangs-Aus


Der Jahreswechsel soll eigentlich dazu dienen, mit positiven Vorsätzen oder zumindest mit einem positiven Blick in die Zukunft zu starten. Doch genau das fällt einigen Zeitgenossen immer wieder schwer.



Also posten sie unablässig News darüber, wie schlimm doch alles werden wird, wenn es zum Beispiel mit dem Klimawandel so weitergeht. Wenn also Diesel-Dieter und Benzin-Petra nicht endlich auf E-Autos umsteigen, ist der Weltuntergang de facto unausweichlich.

Umso trauriger werden sie, wenn sich immer mehr Experten dahingehend äußern, dass eine etwas wärmere Atmosphäre nun wirklich kein Weltuntergang ist. Immerhin gab es solche Phasen in der Erdgeschichte schon öfter. Der Mensch muss sich eben anpassen. Außerdem wurde das 1,5-Grad-Ziel bereits 2024 überschritten, und so, wie es berichtet wurde, wird es wohl erst einmal dabei bleiben. Auch die 2-Grad-Marke rückt demnach näher. Was jedoch ausblieb, ist – Überraschung – der Welteruntergang. Die Meeresspiegel stiegen nicht schlagartig an, es kam zu keinem flächendeckenden Massensterben durch Hitze, und irgendwie geht das Leben einfach weiter. Und gerade in Ländern, in denen Hitze eigentlich ein riesiges Problem sein müsste, begegnet man dem Thema erstaunlich entspannt. Wohlstand ist dort wichtiger als CO₂-Grenzwerte. Gegen Hitze helfen Klimaanlagen.

Die Angst vor dem Welteruntergangs-Aus

Und da ist sie, diese Angst davor, dass sich die Politik irgendwann einmal auf Basis der Fakten darauf verständigen könnte, dass es vielleicht doch keinen Weltuntergang wegen des Klimawandels geben wird. Die prophezeite Glutofenhitze für 2025 blieb aus. Hitzeschutzpläne verstaubten ungenutzt in den Schubladen. Könnte es etwa daran liegen, dass die Klimawandel-Weltuntergangs-Prognostiker mit Daten arbeiten, die nicht sonderlich belastbar sind – und dass genau das nun immer offensichtlicher wird?


Die große Friedensangst

Zum Glück gibt es ja noch den Ukraine-Krieg, die Angst vor Putin und – ein bisschen zumindest – vor Trump. Doch auch hier zeichnet sich ein für manche beunruhigendes Bild ab. Trump verursacht irgendwie nicht den Untergang der USA. Und mit Blick auf die Ukraine sieht es zunehmend so aus, als sei es Selenskij selbst, der Friedensprozesse torpediert. So wurde berichtet, dass just zu dem Zeitpunkt, als sich Selenskij mit Trump in den USA über Friedensmöglichkeiten austauschte, die Ukraine die Residenz von Putin mit Drohnen angegriffen haben soll.

Die berechtigte Angst vor dem Welteruntergangs-Aus

Ganz unbegründet ist die Angst vor einem Aus des Welteruntergangs nicht. Wer sich nur ein paar Jahre zurückerinnert, weiß: Der Welteruntergang ist schon einmal ausgefallen, obwohl er zuvor zweifelsfrei angekündigt worden war. Das Coronavirus wurde zeitweise zum sicheren Tod aller Ungeimpften hochstilisiert. Eingetreten ist das bekanntlich nicht. Was also, wenn es beim Klimawandel ähnlich läuft?

Tröstet eure Mitmenschen zu Silvester

Wenn ihr bei eurer Silvesterfeier also Mitmenschen am Tisch sitzen habt, die Trübsal blasen, weil das Welteruntergangs-Aus gar nicht mehr so unwahrscheinlich erscheint, dann tröstet sie. Die von vielen geliebten Führer werden auch künftig dafür sorgen, dass die Angst vor dem nächsten Weltuntergang nicht versiegt. Denn nur mit Angst in der Bevölkerung lässt sich Macht zuverlässig sichern. Sollte sich die Klimakatastrophe als nicht mehr tragfähig erweisen, kann jederzeit der Ukraine-Krieg eskaliert werden. Und selbst wenn die vielen europäischen und deutschen Milliarden für Rüstung, Ukraine-Unterstützung und Korruption nicht ausreichen sollten – wir können uns darauf verlassen, dass die von vielen geliebten Führer bereits das nächste Krisenszenario in der Pipeline haben. Darin sind sie geübt: erst die Krise verursachen, sich dann als Retter und Problemlöser inszenieren. Es wird dadurch zwar nicht besser, aber garantiert teurer. Und das ist doch auch schon etwas. Denn mit steigenden Lebenshaltungskosten steigt auch die Existenzangst.

Die von vielen geliebten Politiker verfügen über Heerscharen von Beratern, riesige Ministerien und großzügig finanzierte Think-Tanks. Niemand muss sich also Sorgen machen, dass den Menschen irgendwann die Sorgen ausgehen könnten. Irgendein Welteruntergangsszenario ist auch für die kommenden Jahre ganz bestimmt fest eingeplant.

Also: Sektglas schnappen und positiv in die Zukunft blicken! Solange wir die von vielen geliebten Führer weiter wählen und unterstützen, bleiben uns Untergangsprognosen und politisch verursachte Krisen zuverlässig erhalten. Wenn das kein Grund zum Feiern ist, weiß ich auch nicht.
Verfasser: Maximus Polemikus  |  30.12.2025
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