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Stadt geht gegen Schneefall-Leugner und Fußwegberäumungsmuffel vor


Der Winter, den es laut Experten so nicht wieder hätte geben sollen, hört einfach nicht auf. Und die Stadt Weißenfels hört auch nicht auf, gegen jene vorzugehen, die sich auf ganzjährig schneefreie Wege eingestellt hatten.



Im Jar 2000 machte der hochgeschätzte Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie eine Ansage: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“. Wieso traf diese Prophezeiung nicht ein? Und wieso reagiert er heute nicht mehr auf Anfragen zu seiner Vorhersage?

Die Mitteldeutsche Zeitung schrieb am 4. Februar 2026, dass die Stadt Weißenfels bereits 33 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und weitere 118 Fälle von Schneewegräumverweigerung aufgenommen habe.

Ja, da kennt die Verwaltung keine Gnade, denn – so heißt es im Artikel – es sind die Pflichten, denen diese Bürger, diese Delinquenten, nachzukommen haben. Sonst droht ein Verwarnungsgeld von 50 Euro oder sogar ein Bußgeld von 350 Euro. Und diese Schneeschaufelgegner gibt es sowohl in den Ortsteilen als auch in der Kernstadt. Das Ordnungsamt prüft das – also sporadisch, wenn dafür Zeit ist.

Was allerdings mit keiner Silbe in dem Artikel erwähnt wurde, waren jene Bereiche, die die Stadt nicht von Schnee und Eis befreit hatte. Hat das bisher kein Ordnungsamt kontrolliert, oder hat man von Bußgeldern gegen die Stadt oder deren Hauptverwaltungsbeamte abgesehen? Oder ist das mal wieder dieses typische Messen mit zweierlei Maß? Ich frage für eine Freundin.

Winterspaziergang


Vom Eise befallen sind Stromleitung und Dächer,
der Fußweg wird ganz schnell zum Hüftknochenbrecher.
Trotz Wandel des Klimas wurde es wieder kalt,
der Herrgott warf herunter viel weiße Gewalt.
Vom Himmel sendet er, so fliehet ihr nur,
unzählige Flocken auf Stadt, Straßen, Flur.
Doch die Verwaltung, sie duldet absolut kein Weiß
und fordert vom Bürger Kraftanstrengung und Schweiß.
Wenn der Bürger in der Pflicht ist, das weiß man genau,
dann hat er zu räumen sofort und für lau.
Nur die städtische Pflicht, die wird schnell überseh’n,
plötzlich fehlt’s Personal, also darf es geschehen.
Also darf es so bleiben, bis Tauwetter setzt ein,
und das Problem löst sich dann ganz von allein.
Vom Bußgeld, oh nein, davon sieht man nicht ab,
denn der Bürger hat’s zu zahlen ins Säckel der Stadt.
Zufrieden jauchzet die Verwaltung so fein,
Dein Bescheid über Bußgeld, du zahlst nun dort ein.
Verfasser: Maximus Polemikus  |  04.02.2026
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